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An den Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg
Begründung der Beschwerde
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit lege ich gegen die Entscheidung Beschwerde ein und bitte das Gericht, meinen Fall erneut sorgfältig und unter Berücksichtigung aller Umstände zu prüfen.
Ich bin ausschließlich Staatsangehörige der Ukraine. Ich besitze keine ungarische Staatsangehörigkeit und habe diese auch niemals besessen. Ich bin jedoch von meiner Nationalität bzw. ethnischen Herkunft Ungarin. Möglicherweise ist deshalb in den Unterlagen oder in einem früheren Schreiben ein Missverständnis entstanden. Das damalige Schreiben wurde mit Hilfe einer anderen Person verfasst. Mein einziger gültiger Reisepass ist ein ukrainischer Reisepass. Ich bitte das Gericht, dieses Missverständnis bei seiner Entscheidung zu berücksichtigen.
Ich bereue die von mir begangene Straftat zutiefst. Ich weiß, dass mein Verhalten falsch war, und übernehme dafür die volle Verantwortung. Ich habe die Entscheidung des Strafgerichts akzeptiert und meine Strafe angenommen.
Die vom Gericht angeordneten 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit habe ich vollständig geleistet. Außerdem bezahle ich bis heute regelmäßig die Gerichtskosten, obwohl meine finanziellen Mittel sehr begrenzt sind. Ich erfülle alle Verpflichtungen, die mir das Gericht auferlegt hat. Damit möchte ich zeigen, dass ich Verantwortung für mein Handeln übernommen habe und die Entscheidungen der deutschen Gerichte respektiere.
Seit der Tat habe ich keine weiteren Straftaten begangen. Ich habe mein Leben verändert und bemühe mich, ehrlich, friedlich und gesetzestreu zu leben. Ich respektiere die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland und möchte nie wieder gegen das Gesetz verstoßen.
Ich bitte das Gericht auch zu berücksichtigen, dass ich ukrainische Staatsangehörige bin und wegen des anhaltenden Krieges nicht sicher in mein Heimatland zurückkehren kann. Die Lage in der Ukraine ist weiterhin gefährlich.
Ich bitte das Gericht außerdem zu berücksichtigen, dass eine Ausweisung und ein mehrjähriges Einreiseverbot für mich eine außerordentlich schwere und unverhältnismäßige Folge darstellen würden. Ich wünsche mir die Möglichkeit, mein Leben in Deutschland in Frieden fortzuführen, mich weiter zu integrieren, ehrlich zu leben und durch mein Verhalten zu beweisen, dass ich mich geändert habe.
Ich bitte das Gericht daher respektvoll, die Entscheidung über meine Ausweisung aufzuheben oder den Fall zur erneuten Prüfung an die zuständige Behörde zurückzuverweisen.
Ich verspreche dem Gericht, dass ich auch in Zukunft ein ehrliches, ruhiges und gesetzestreues Leben führen werde. Ich bitte Sie herzlich, mir eine zweite Chance zu geben.
Mit freundlichen Grüßen
Monika Kowalenko

3в 08:23
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